Die Ruinen von Moil

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In der Novelle Der letzte Wächter von Christian Lange erkunden wir mit der Schamanin A’nima die Ruinen der untergegangenen Stadt Moil aus den Zeiten der Altvorderen, die sich der Macht der Schwarzen Sonne verschrieben hatte:
 
Vor A’nima erhob sich das eingefallene Tor nach Moil.
Die Stadt war einst voller Leben gewesen. Menschen und andere Wesen, die die Straßen bevölkerten und Reichtum und Macht an diesen Ort brachten.
Zwischen den grauen Felsenzähnen wehte der verderbte Widergängerwind – kalt und schneidend wirbelten in ihm die zermahlenen Überreste bleicher Knochen der Myriaden, die Moil herausgefordert hatten und an der Ewigen zugrunde gegangen waren.
A’nima fühlte sich hier nicht wohl.

Wider die Diener der schwarzen Sonne

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Wir betonen ja immer wieder, dass das einigende Band der Wächter-Chroniken nicht aus einer fortlaufend erzählten Geschichte, sondern aus dem Kampf ganz unterschiedlicher Menschen und Gruppierungen gegen die Diener des Gottes Vandra besteht. In den kommenden Tagen wollen wir euch anhand kurzer Auszüge aus den zehn Geschichten zeigen, wie sich diese zerstörerische Kraft äußert. Den Anfang macht eine kurze Textstelle aus Die Königin von Mesoth von Henning Mützlitz, der ersten Novelle der Chroniken:

“Shanti war kurz davor, am Wahnsinn zu zerbrechen, der von allen Seiten auf ihre Seele einstürmte. Finsternis drang auf sie ein, wollte sie packen, mit sich reißen, dem Urgrund all dessen einverleiben, der das Entsetzen auslöste.
Dorthin, wo eine schwarze Sonne loderte.
Gleichsam verlockend wie verschlingend, erhaben und doch abstoßend, sog sie alle Wahrnehmungen, alles, was jemals zu verstehen gewesen war, in sich auf.
Shanti war nicht einmal mehr imstande zu schreien. Sie ergab sich dem Strom, der sie in die finstere Eklipse hinabriss.”

Rückblick auf die Fürth-Con

Am gestrigen Sonntag, den 12. März 2017, hat im Jugendkulturhaus Otto in Fürth die Fürth-Con IV stattgefunden. Über den Tag verteilt fanden sich dort rund 400 Besucher ein, die im Angebot des “Nerd-Basars” stöberten, sich von Künstlern ihre Bilder zeigen oder malen ließen, neue Brett- und Tabletopspiele ausprobierten oder im Videogame-Wettkampf behaupteten.

Erstmals fanden auf der Con auch Lesungen statt, als Testballon für das Publikum in diesem Jahr zunächst mit vier Autorinnen und Autoren aus der Region. Mit Gudrun Schürer und Henning Mützlitz fand sich darunter auch ein Slot der Chroniken. In Wohnzimmer-Atmosphäre schilderte Henning darin zunächst die Rahmemnahndlung des Romans Wächter der letzten Pforte sowie die politischen Verwicklungen, die sich aus den Ereignissen ergeben. Direkt davon handelt nämlich Gudruns Kurzgeschichte Okulus.

Diese entführt uns in die Freie Stadt Halosis, die südlich des Königreichs Valdora am Meer der Säulen gelegen ist. Als es dort im herrschenden Gildenrat zu Konflikten über den weiteren Umgang mit den Händlern und Schiffen des mächtigen Nachbarn im Norden kommt, stehen der Protagonist Estrin und das Handelshaus, für das er tätig ist, im Mittelpunkt einer Intrige, die das Schicksal der Stadt besiegelt.

Okulus ist derzeit als Ebook auf allen gängigen Plattformen für schlanke 99 Cent erhältlich – zum Beispiel hier. Auch die anderen neun Kurzgeschichten und Novellen der Wächter-Chroniken findet ihr dort, ebenso natürlich den Roman. Bald erscheinen die Chroniken zudem in einem gedruckten Sammelband.

Lesung auf der Fürth Con

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Am Sonntag, den 12. März, lesen Henning Mützlitz und Gudrun Schürer um 15 Uhr auf der Fürth Con IV aus den Wächter-Chroniken. Henning stellt zunächst die Wächter der letzten Pforte vor und berichtet über das Projekt der Chroniken. Gudrun liest aus ihrer Kurzgeschichte Okulus, die eng mit den Geschehnissen im Roman verknüpft, aber eigenständig lesbar ist.

Die Fürth Con beginnt um 11 Uhr und wird vom Jugendkulturmanagement Con-action der Stadt Fürth gemeinsam mit The Euronerd organisiert.

Lesungsimpressionen

Am vergangenen Samstag, den 18. Februar, haben Judith und Christian Vogt gemeinsam mit Henning Mützlitz in der Buchhandlung Bücher, Medien & mehr im fränkischen Herzogenaurach aus den Werken von Eis&Dampf und den Wächter-Chroniken gelesen.

In insgesamt fast drei Stunden gaben die drei Autoren einen umfassenden Einblick in ihre Weltschöpfungen sowie die Geschichten und Publikationen, die darin angesiedelt sind. Ausführlich wurde zu Beginn in den epischen Konflikt eingeführt, der die Welt Caldris bedroht, und in den gelesenen Szenen ein Eindruck der Gefahr vermittelt, die den Zivilisationen Camoteas in den Chroniken droht.

In den Auszügen aus Wächter der letzten Pforte hingen die Zuhörer an den Lippen von Henning, während er das Inferno beschrieb, in dem der Knappe Liocas zu Beginn des Romans erwacht. Judith begeisterte als Sidekick mit ihrer Interpretation der keineswegs gut gelaunten Tequari-Kriegerin Moriana. Danach führten Judith und Christan in ihrer Kurzgeschichte Das Blut meiner Brüder (“Blut vong mein Brüdaz!”) in die Welt der magisch gezüchteten Elitesöldner der Keliten ein, und zum Abschluss entführte Henning auf den höchsten Turm der Zitadelle von Mesoth, in den die Diebin Shanti in Die Königin von Mesoth einbricht und etwas Unerwartetes entdeckt.

Es hat viel Spaß gemacht, und wir freuen uns auf die nächste Lesung mit den Geschichten der Chroniken – diese steht am 12. März auf der FürthCon an.

Lesung, Baby!

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Auf nach Camotea! Auf in die Welt von Eis und Dampf!

Am 18.2. präsentieren Judith und Christian Vogt gemeinsam mit Henning Mützlitz in der Buchhandlung Bücher, Medien und mehr in Herzogenaurach Roman, Novellen und Kurzgeschichten der Wächter-Chroniken, die alle im Papierverzierer Verlag erschienen sind.

Die Lesung ist Teil eines fetten Lesungs-Double-Features mit den Publikationen aus Eis&Dampf. Zu dem eiszeitlichen Steampunk-Setting wird der aktuelle Roman Die verlorene Puppe, die Anthologie Eis und Dampf sowie das dazugehörige Rollenspielsetting Eis & Dampf vorgestellt, sämtlich erschienen bei Feder&Schwert bzw. dem Uhrwerk Verlag.
Los geht’s am 18. Februar um 15.30 Uhr – noch sind eine Handvoll Restkarten bei der Buchhandlung erhältlich – also kommet zahlreich!

Final One: Neue Wurzeln

wachter-chroniken-10-neue-wurzelnMit Neue Wurzeln von Henning Mützlitz ist heute die zehnte und damit letzte Einzelgeschichte der Wächter-Chroniken erschienen.

Die Kurzgeschichte ist während der Ereignisse des Romans Wächter der letzten Pforte angesiedelt und berichtet vom Weg des Waldläufers Arkas durch das Königreich Valdora. Bevor er zu den anderen Rebellen in den Wäldern des Südens stoßen kann, warten wichtige Aufgaben auf ihn und mit Laurena von Aretha eine ganz besondere Herausforderung, mit der er nicht gerechnet hat.

Auch dieser Name sollte den Lesern der Chroniken bekannt vorkommen, denn wir waren gemeinsam mit Laurena bereits in Der Hort der drei Sonnen von Stefan Schweikert im Valkarin-Massiv auf der Suche nach einem Geheimnis aus alter Zeit unterwegs.

Zur Inhaltangabe der Kurzgeschichte: Krieg zieht auf in Valdora. Während die Truppen des Großkönigs auf die freie Stadt Halosis marschieren, erreicht der Renegat Arkas die Stadt Vangardia. Er will dort dringend benötigten Nachschub für die Rebellion gegen die valdorische Krone beschaffen. Doch ein weiterer Konflikt führt Arkas zu einer unerwarteten Bekanntschaft und ermöglicht nicht nur ihm, neue Wurzeln zu schlagen.

Die letzte Kurzgeschichte der Chroniken ist zunächst einzeln als Ebook auf allen gängigen Plattformen erhältlich und wird dann Eingang in die gedruckte Anthologie finden, die neben allen bislang veröffentlichten Novellen und Kurzgeschichten etliches Bonusmaterial bereithalten wird.