Lesung auf der Marburg-Con 2017

Es wird mal wieder gelesen: Am Samstag, den 13. Mai 2017, präsentieren Christian Kopp und Jens Womelsdorf um 12:00 Uhr auf der Marburg-Con 2017 im Bürgerhaus Niederweimar die Wächter-Chroniken.

Christian stellt zunächst den Roman Wächter der letzten Pforte vor und berichtet dann gemeinsam mit Jens über das Projekt der Chroniken. Nach dem Prolog der Chroniken, gelesen von Christian, wird Jens aus seiner Kurzgeschichte Die Rache des Sternenfalken lesen.

 

Im Auge des Verrats

photofunia-1479402333Die Kurzgeschichte Okulus von Gudrun Schürer führt uns in die Freie Stadt Halosis. Darin erfahren wir, wie es zu der verhängnisvollen Entscheidung kam, den Hafen für valdorische Schiffe speren zu lassen. Eine Entscheidung, die nicht zufällig zustande kam und unmittelbare Auswirkungen auf die Geschehnisse im Roman Wächter der letzten Pforte hat. Protagonist Estrin, der Sohn eines Kaufmanns, findet sich unfreiwillig im Mittelpunkt einer tödlichen Intrige wieder:

„Du bist ein Mörder, Estrin Rabolnar, und wenn du mich jetzt auch umbringst, wird es alle Welt erfahren. Dann wirst du hängen!”

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“Kennen wir die nicht?”

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In den einzelnen Geschichten der Chroniken trifft man neben vielen neuen Figuren immer mal auf alte Bekannte aus Wächter der letzten Pforte – um wen es sich bei der zufälligen Begegnung In den Straßen von Amhas von Sarah Manthey handelt, müssen wir eigentlich nicht erklären, oder? 😉
 
“Sie unterbrachen ihr Gespräch, während eine bunt gemischte Luftschiffertruppe einen Durchgang versperrte, um einem Trinkritual nachzugehen, das Rianis zuletzt auf den Inseln der Hallori im Süden gesehen hatte. Ein kleiner Hataire kniete auf dem Boden, um ihn herum standen seine Kameraden, viele von ihnen mit dunkler Haut und fremdartigen Hautzeichen versehen. Dem Luftmatrosen wurde ein halbes Dutzend Schläuche in den Mund gelegt, an deren Enden sich Trichter aus hallorischen Kokosnussschalen befanden. Das meckernde Lachen eines Hünen mit verfilzten Zöpfen markierte den Start für die Hatairen, um die Nussschalen mit einem dampfenden Gebräu zu füllen, das dem Knieenden unvermittelt in den Rachen schoss.”

Der Hort der drei Sonnen

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Stefan Schweikert entführt euch in seiner Novelle Der Hort der drei Sonnen in die kaum erforschten Gebirgsregionen von Valdora. In der abenteuerlichen Geschichte soll seine Protagonistin Laurena ein uraltes Buch finden, das ein schreckliches Geheimnis birgt …
 
“Die Flammen, in orange und rot, züngelnd und tanzend.
Davor und dazwischen die Schatten und der Rauch, Geister in schwarzen Schleiern, in einem wilden Reigen im roten Salon. Ich werde mit euch tanzen, dachte Laurena. Einer der Geister reichte ihr die Hand, ein Schatten im Feuer, und seine Berührung war nicht heiß, nicht beißend und verzehrend, sondern warm und weich. Laurena ergab sich ihm und schloss die Augen.”

Die Ruinen von Moil

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In der Novelle Der letzte Wächter von Christian Lange erkunden wir mit der Schamanin A’nima die Ruinen der untergegangenen Stadt Moil aus den Zeiten der Altvorderen, die sich der Macht der Schwarzen Sonne verschrieben hatte:
 
Vor A’nima erhob sich das eingefallene Tor nach Moil.
Die Stadt war einst voller Leben gewesen. Menschen und andere Wesen, die die Straßen bevölkerten und Reichtum und Macht an diesen Ort brachten.
Zwischen den grauen Felsenzähnen wehte der verderbte Widergängerwind – kalt und schneidend wirbelten in ihm die zermahlenen Überreste bleicher Knochen der Myriaden, die Moil herausgefordert hatten und an der Ewigen zugrunde gegangen waren.
A’nima fühlte sich hier nicht wohl.