Rückkehr einer alten Freundin

Die Grundlage für die Geschichten der Wächter-Chroniken wurde bekanntermaßen im 2014 veröffentlichten Roman Wächter der letzten Pforte von Henning Mützlitz und Christian Kopp gelegt. Die Ideen für die Protagonisten des Romans und die Hintergrundwelt reicht jedoch Jahre weiter zurück und wurde während des Entstehungsprozesses durch die Verwendung beispielhafter Bilder namhafter Künstler/innen für die wichtigsten Figuren begleitet. Für die Tequa-Kriegerin Moriana stand beispielsweise jahrelang eine Darstellung von Luis Royo Pate, die allerdings lediglich zur internen Visualisierung diente.

Justin Gedak - From the Storm

Durch Zufall stieß Henning Mützlitz vor kurzem auf zwei Bilder des kanadischen Künstlers Justin Gedak. Dabei schien es ihm, als würde er nach Jahren einer alten Bekannten begegnen, die ihn während der Entstehung des Romans begleitet hatte. Morianas Stolz und Verletzlichkeit, ihre Nachenklichkeit und Entschlossenheit spiegelten sich gleichermaßen in den beiden Darstellungen wieder. Sie bildeten all jene Facetten der Hauptfigur ab, die sie auch im Roman auf ihrem Weg aus Krieg und Verderben in eine Zukunft begleiten, von der sie nie etwas geahnt hat. Hätte man Moriana damals als Illustration in Auftrag gegeben – genau so hätte sie aussehen müssen. Justin Gedak hat uns dankenswerterweise erlaubt, die beiden Bilder künftig für unsere impulsive Kriegerin zu verwenden, was uns sehr freut.

Justin Gedak - Sorrowful Fortune

Wer Moriana noch nicht kennt, kann sie in Wächter der letzten Pforte auf ihrem Weg vom Schlachtfeld am Asakon durch die Straßen von Amhas bis hinein in die zerstörerischen Ereignisse inmitten der Allianz von Valdora kennenlernen. Der Roman ist weiterhin als gedruckte Ausgabe sowie als Ebook auf allen gängigen Plattformen verfügbar (wobei die Printausgabe im Smartcover mit Lesebändchen und Kartenmaterial natürlich um Längen cooler ist als das Ebook – wir wollten es nur mal angemerkt haben …)

Advertisements

Lesung im Drachenzirkel

Seit längerer Zeit gibt es hier mal wieder eine Lebendmeldung: Stefan Schweikert hat am vergangenen Wochenende im Drachenzirkel im Rahmen der Reihe “Fantasy-Lesungen München” einige seiner Werke vorgestellt.

Darunter auch seine Novelle der Chroniken mit dem Titel Hort der drei Sonnen, eine spannende Abenteuergeschichte im Herzen von Valdora, die Stefan in seiner gewohnten schwäbisch-jovialen Art vortrug. Dazu gibt es einen Videomitschnitt auf YouTube, in den ihr unter diesem Link hineinschauen könnt: https://www.youtube.com/watch?v=MPUJuhNRd4Y

Interview mit Judith Vogt

Foto_Judith

In seiner Interviewreihe  mit deutschen Phantastikautor/innen, die ihre schreiberischen Wurzeln im Pen&Paper-Rollenspiel besitzen, hat unser Herausgeber Henning Mützlitz auf TOR-Online nun eine der Autorinnen der Wächter-Chroniken interviewt.

Für Judith Vogt nimmt das Rollenspiel nach wie vor großen Raum ein, und ein beträchtlicher Teil ihrer Veröffentlichungen fußt auf ihren Rollenspielsettings – oder umgekehrt, wenn man zum Beispiel die Welt betrachtet, die sich aus ihrem Roman Die zerbrochene Puppe in den letzten Jahren entwickelt hat. Dazu gehören Anthologien, ein Settingband für das Rollenspiel Fate, Abenteuerbände und Groschenheftchen – zu finden unter www.eis-und-dampf.de.

Bei den Wächter-Chroniken war sie mit Das Blut meiner Brüder dabei, einer durchaus martialischen Kurzgeschichte, die sie (wie viele andere Publikationen ebenfalls) mit ihrem Mann Christian verfasst hat. Die Geschichte kann aktuell als Ebook auf allen gängigen Plattformen erworben werden – mehr dazu auf der Unterseite von Das Blut meiner Brüder.

Auch die Wächter-Chroniken stellen ja eine “Shared World” dar, in der sich fast ein Dutzend Autoren mit Geschichten verewigt hat, und ist in ihrem Entwurf und dem aktuell bereits bestehenden Hintergrundmaterial durchaus dafür geeignet, als Setting für offene Rollenspielsysteme genutzt zu werden. Es gibt immer mal wieder Überlegungen, dieses ganze Material aufzubereiten, um noch “mehr” aus dieser Welt herauszuholen und sie in weiteren Publikationen zu beschreiben und auszubauen. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt.

Tad Williams – und was dann?

Fantasy-Superstar Tad Williams befand sich unlängst auf großer Deutschlandtour und bewarb die Fortsetzung seiner Osten Ard-Saga. Doch was liest man, wenn man die epische Reihe beendet hat? Meine Kollegin Judith Vogt gibt auf dem Phantastikportal Tor-Online ein paar Tipps – und empfiehlt dabei auch die Wächter der letzten Pforte.

Das freut uns natürlich sehr und wir sind gespannt, wer sich aufgrund der Empfehlung auf den Weg nach Camotea macht, um herauszufinden, was es mit der magischen Katastrophe am Fluss Asakon auf sich hat.

Und wer die Wächter gelesen hat, verlangt natürlich ebenfalls nach neuem Lesestoff, der einen erneut nach Camotea führt: Was liegt da näher, als zu den Wächter-Chroniken zu greifen, in denen man man viele Figuren aus dem Roman wiedertrifft, Geschichten am Rande und neben der Romanhandlung erleben und seine Vorstellung von Valdora und Amhas, den Ritterorden, Söldnern, Barbaren und Luftschiffen vertiefen kann?

Mit welcher unserer vier Novellen und sechs Kurzgeschichten man einsteigt, ist dabei ganz egal – jede Geschichte ist abgeschlossen und bietet einen ganz eigenen Blickwinkel auf die vielen Facetten der Welt der Wächter-Chroniken.

Vom Rollenspiel zum Roman

This slideshow requires JavaScript.

Ohne sie würde es weder die Wächter-Chroniken geben, noch würde ein Großteil der daran beteiligten Autor/innen überhaupt schreiberisch tätig sein: Die Rede ist von Pen&Paper-Rollenspielen. Begleitend dazu existieren seit mehr als dreißig Jahren Romanpublikationen, die in den jeweiligen Welten der zumeist in Fantasy-Settings angesiedelten Rollenspiele verortet sind.

Die bekannteste Romanreihe aus diesem Bereich stellt in Deutschland sicherlich Das Schwarze Auge dar, und genau dort haben auch viele unserer Autor/innen mit dem Veröffentlichen von Romanen, Kurzgeschichten oder Abenteuern für das Rollenspiel begonnen. Wenn ihr euch einen Überblick verschaffen wollt: Einige der Titel findet ihr unter den jeweiligen Namen in unserer Autorenliste.

Auch die Wächter-Chroniken stellen so etwas wie eine “Shared World” dar, die von verschiedenen Autoren beschrieben und weiterentwickelt wird. Nicht zuletzt die schreiberische Erfahrung der Beteiligten auf diesem Gebiet führte dazu, dass sie an dem Projekt der Chroniken mitwirken sollten und wollten, das zunächst als gemeinsame Grundlage über einen Roman und eine “Hintergrundbibel” für das zu verwendende Setting verfügte.

Herausgeber und Autor Henning Mützlitz hat jetzt auf dem Phantastikportal Tor-Online.de einen Überblicksartikel über die wichtigsten Autoren und Romane dieses speziellen Segments der Phantastik veröffentlicht, und gerade unter den deutschen Bestsellerautoren finden sich darunter mehr Autor/innen mit Rollenspielwurzeln, als man denkt – an dieser Stelle seien nur exemplarisch Markus Heitz und Bernhard Hennen genannt. Zum Artikel geht es hier.

Neue Wurzeln schlagen

PhotoFunia-1485336948

Eine haben wir noch: Die finale Kurzgeschichte der Chroniken von Henning Mützlitz behandelt eine Episode, die zeitgleich zur Handlung des Romans Wächter der letzten Pforte angesiedelt ist. Darin begegnen wir dem Waldläufer Arkas wieder, der in der Hafenstadt Vangardia auf eine junge Dame trifft, die genauso entwurzelt ist wie er. Gemeinsam mit Laurena von Aretha, die ihr aus der Novelle Der Hort der drei Sonnen von Stefan Schweikert kennt, macht er sich auf den Weg, um neue Wurzeln in der von Konflikten erschütterten Allianz von Valdora zu schlagen.
 
Wie immer lässt sich auch Neue Wurzeln unabhängig von allen anderen Geschichten der Wächter-Chroniken lesen – wer Arkas und Laurena schon kennt, wird aber sicher mehr Freude daran haben, zwei alte Bekannte wiederzutreffen.
Neue Wurzeln ist wie alle Geschichten der Wächter-Chroniken als Ebook auf allen gängigen Plattformen erhältlich.