Die Welt

Die Welt Caldris ist Teil eines Doppelsternsystems und erfährt alle zehntausend Jahre durch die Annäherung beider Sonnen kataklysmische Umwälzungen. Davon ahnt man auf dem Kontinent Camotea wenig. Die Sonne, die am camoteischen Himmel erstrahlt, wird mit dem Gott Urias gleichgesetzt und begründet ein heliozentrisches Weltbild, während eine zweite Sonne, die lediglich als roter Wandelstern erkennbar ist, Elotia genannt und mit den Aspekten von Vergehen und Tod assoziiert wird. Die wahren astronomischen Verhältnisse sind nur wenigen Gelehrten bekannt, die apokalyptischen Veränderungen der Welt jedoch tief in Religion und Mythologie Camoteas verwurzelt.

Die bedeutenden Reiche Camoteas wie Amhas, Valdora und Yamar sind Jahrtausende alte Hochzivilisationen, die einst aus dem zerfallenen Imperium der Tân hervorgingen. An ihren Grenzen existieren weitere Herrschaftsgebilde, wie beispielsweise die Clansgebiete der Tequari.

Weltkarte - Wächter der letzten PforteDas aktuelle Zeitalter ist kurz vor seinem Ende von Umbrüchen und dem Schwinden des Glanzes der altvorderen Zeiten geprägt. Soziale Spannungen, religiöse Spaltungen und neue wissenschaftliche Erkenntnisse stellen alte Wertvorstellungen und Ordnungen in Frage. Die Weltenwenden der Vergangenheit haben den Menschen Camoteas aber auch den Zugriff zu Kasangit ermöglicht, einer mineralischen Substanz, die astrale Kräfte bündelt und speichert. Magische und technische Möglichkeiten wurden entdeckt, um die Kasangiten nutzbar zu machen: Luftschiffe erobern den Himmel, alchemische Raffinate verändern Bewusstsein und Körper der Menschen, astrales Licht erhellt die Dunkelheit in nie gekannter Weise.

Währenddessen predigt die reformatorische Sekte der Zatosianer eine aufgeklärte Form des Uriagslaubens, wurde die Allianz der valdorischen Kriegerorden unter die Herrschaft eines Großkönigs gebracht, und erheben sich yamarische Beschwörer mittels magischer Macht über die herrschenden Harane. Die Jünger Vandras schüren diese Konflikte, denn im Verborgenen versuchen diese Anhänger eines alten Pantheons das kommende Zeitalter ihren Göttern zu unterwerfen.

Valdora: „Der Bund der Wächter“. Ursprünglich ein Kriegerorden, der zunächst die westlichen Grenzen des Imperiums von Tân schützte. Valdora war später einer der wichtigsten militärischen Pfeiler des Reiches bis zu seinem Untergang. Die Ordensmitglieder bildeten den Adel des heutigen Valdora. Erst nach dem Fall des Imperiums wurde der Begriff zum Synonym der von dieser „Allianz“ beherrschten Lande, ihre Bewohner somit zu Valdorern

Amhas: Reich im Westen Camoteas, das unter der Herrschaft mächtiger Handelshäuser steht und durch einem Senat von der gleichnamigen Stadt aus regiert wird. Amhas ist zunehmend geprägt vom Konflikt zwischen dem Sebastokrator (Senatsvorsitzender) und der Verasti von Mesoth, einer mächtigen Provinzherrscherin. Im Gegensatz zu Valdora ist Amhas hochtechnisiert und bedient sich der Magie in allen Formen. Als große Handelsmacht zur See und in der Luft strebt Amhas nach mehr Einfluss auf dem Kontinent – unzählige Fraktionen (u.a. Oligarchen, Söldner, Magier) ringen jedoch intern um Einfluss, spinnen Intrigen und schwächen das Reich von innen heraus.

Yamar: Großreich südöstlich von Valdora, das aus mehreren autonomen Teilprovinzen unter nomineller Führung des Harans von Kesh Achlan besteht. Yamar betrachtet sich als Nachfolger des einstigen Imperiums von Tân, kann mit seinem Flickenteppisch aus Teilvölkern, autonomen Provinzen und selbstbewussten Metropolen allerdings keine Vormachtstellung auf Camotea erringen.

Freie Städte: Die freien Städte im Süden von Valdora haben sich nach und nach von der Allianz losgesagt und mit häufigen politischen Veränderungen zu kämpfen. Thalass Horn gilt als Zugang zu den Inselreichen des Grünen Ozeans und konkurriert mit dem amhasischen Mesoth. Halosis und Yaturda ringen um den richtigen politischen und wirtschaftlichen Kurs zwischen den Großreichen, während sich Ata-Jarvon zunehmend zur wichtigsten Hafenstadt am Meer der Säulen entwickelt.