Tad Williams – und was dann?

Fantasy-Superstar Tad Williams befand sich unlängst auf großer Deutschlandtour und bewarb die Fortsetzung seiner Osten Ard-Saga. Doch was liest man, wenn man die epische Reihe beendet hat? Meine Kollegin Judith Vogt gibt auf dem Phantastikportal Tor-Online ein paar Tipps – und empfiehlt dabei auch die Wächter der letzten Pforte.

Das freut uns natürlich sehr und wir sind gespannt, wer sich aufgrund der Empfehlung auf den Weg nach Camotea macht, um herauszufinden, was es mit der magischen Katastrophe am Fluss Asakon auf sich hat.

Und wer die Wächter gelesen hat, verlangt natürlich ebenfalls nach neuem Lesestoff, der einen erneut nach Camotea führt: Was liegt da näher, als zu den Wächter-Chroniken zu greifen, in denen man man viele Figuren aus dem Roman wiedertrifft, Geschichten am Rande und neben der Romanhandlung erleben und seine Vorstellung von Valdora und Amhas, den Ritterorden, Söldnern, Barbaren und Luftschiffen vertiefen kann?

Mit welcher unserer vier Novellen und sechs Kurzgeschichten man einsteigt, ist dabei ganz egal – jede Geschichte ist abgeschlossen und bietet einen ganz eigenen Blickwinkel auf die vielen Facetten der Welt der Wächter-Chroniken.

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Vom Rollenspiel zum Roman

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Ohne sie würde es weder die Wächter-Chroniken geben, noch würde ein Großteil der daran beteiligten Autor/innen überhaupt schreiberisch tätig sein: Die Rede ist von Pen&Paper-Rollenspielen. Begleitend dazu existieren seit mehr als dreißig Jahren Romanpublikationen, die in den jeweiligen Welten der zumeist in Fantasy-Settings angesiedelten Rollenspiele verortet sind.

Die bekannteste Romanreihe aus diesem Bereich stellt in Deutschland sicherlich Das Schwarze Auge dar, und genau dort haben auch viele unserer Autor/innen mit dem Veröffentlichen von Romanen, Kurzgeschichten oder Abenteuern für das Rollenspiel begonnen. Wenn ihr euch einen Überblick verschaffen wollt: Einige der Titel findet ihr unter den jeweiligen Namen in unserer Autorenliste.

Auch die Wächter-Chroniken stellen so etwas wie eine “Shared World” dar, die von verschiedenen Autoren beschrieben und weiterentwickelt wird. Nicht zuletzt die schreiberische Erfahrung der Beteiligten auf diesem Gebiet führte dazu, dass sie an dem Projekt der Chroniken mitwirken sollten und wollten, das zunächst als gemeinsame Grundlage über einen Roman und eine “Hintergrundbibel” für das zu verwendende Setting verfügte.

Herausgeber und Autor Henning Mützlitz hat jetzt auf dem Phantastikportal Tor-Online.de einen Überblicksartikel über die wichtigsten Autoren und Romane dieses speziellen Segments der Phantastik veröffentlicht, und gerade unter den deutschen Bestsellerautoren finden sich darunter mehr Autor/innen mit Rollenspielwurzeln, als man denkt – an dieser Stelle seien nur exemplarisch Markus Heitz und Bernhard Hennen genannt. Zum Artikel geht es hier.

Neue Wurzeln schlagen

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Eine haben wir noch: Die finale Kurzgeschichte der Chroniken von Henning Mützlitz behandelt eine Episode, die zeitgleich zur Handlung des Romans Wächter der letzten Pforte angesiedelt ist. Darin begegnen wir dem Waldläufer Arkas wieder, der in der Hafenstadt Vangardia auf eine junge Dame trifft, die genauso entwurzelt ist wie er. Gemeinsam mit Laurena von Aretha, die ihr aus der Novelle Der Hort der drei Sonnen von Stefan Schweikert kennt, macht er sich auf den Weg, um neue Wurzeln in der von Konflikten erschütterten Allianz von Valdora zu schlagen.
 
Wie immer lässt sich auch Neue Wurzeln unabhängig von allen anderen Geschichten der Wächter-Chroniken lesen – wer Arkas und Laurena schon kennt, wird aber sicher mehr Freude daran haben, zwei alte Bekannte wiederzutreffen.
Neue Wurzeln ist wie alle Geschichten der Wächter-Chroniken als Ebook auf allen gängigen Plattformen erhältlich.

Berührt von der Flamme des Urias

PhotoFunia-1498553688In Der gläserne Himmel führt euch Tobias Rafael Junge in das Azuryngebirge am Rande Valdoras. Die Geschichte führt drei Zeitlinien und Protagonisten auf einen gemeinsamen Weg, an dessen Ende Erkenntnis oder Verderben steht.
 
“Grob gehauene Stufen führten wieder nach oben. Wann hatte Meister Eberran begonnen, nach dem zu suchen, was hier begraben lag? Wann hatte er ihn zum ersten Mal vernommen? Jenen Ruf, der für Sydorin nach Freiheit und Fernweh klang und ihn hierher gezogen hatte wie die drei Monde einen Schlafwandler.
Hier lag nicht das Ende, sondern der Anfang seines Weges.”

Eine Geschichte von Kampf und Rache

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Die Rache des Sternenfalken von Jens Womelsdorf führt uns in die Freie Stadt Thalass Horn an der Küste des Grünen Ozeans. Bei einem brutalen Anschlag verliert der Nunobekrieger To’Kein viele seiner Kameraden. Auf der Suche nach dem Mörder trifft er nicht nur auf einen unerwarteten Verbündeten, sondern letztlich auf einen unmenschlichen und grausamen Gegner, der alles von ihm fordern wird.
Die achte Geschichte der Chroniken ist auf allen gängigen Ebook-Plattformen erhältlich!

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Saka und Doura – Alte Bekannte

PhotoFunia-1496129569Wer die Wächter der letzten Pforte gelesen hat, wird sich vielleicht daran erinnern, dass der valdorische Heermeister Sakarius ga Dyan im Hafen von Agenost mit der Fischerin Doura eine alte Bekannte trifft, von der er einen Gefallen einfordert. Was es mit der geheimnisvollen Doura auf sich hat und warum sie ihm diesen Gefallen schuldet, der Saka und seinen Verbündeten einen wichtigen Weg ebnet, lest ihr in der Kurzgeschichte Alte Bekanntschaft von Carmen Capiti, die für alle gängigen Plattformen als Ebook erhältlich ist.

Doura seufzte.

»Was ist mit dem König und den Gathori?«, fragte sie, mehr um Zeit zu schinden, als dass es sie momentan wirklich interessierte.

Ein Schatten fiel auf Sakas Gesicht. Es schien ihr, als wolle er ihrem Blick ausweichen. »Nichts. Du vergisst alles, was du darüber zu wissen glaubst.«

»Und was sage ich meinen Auftraggebern?«

»Dass du nichts gefunden hast. Dass du fliehen musstest. Was immer du willst.«

Unruhig kaute Doura auf der Unterlippe herum. Sie würde sich eine richtig gute Ausrede einfallen lassen müssen.

»Einverstanden.«

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Die Wächter in Coburg

K1600_IMG_0388Am 19. Mai hat Henning Mützlitz auf einer Lesung in der Stadtbücherei im oberfränkischen Coburg die Wächter der letzten Pforte vorgestellt.

Im Rahmen einer Gemeinschaftslesung mit den Autoren Stephan Lössl und Werner Karl ging er dabei auf die Konzeption, die Hintergrundwelt der Wächter-Chroniken sowie natürlich auf die im Roman geschilderte Geschichte ein. In drei exemplarischen Szenen entführte er die trotz der Hitze zahlreich anwesenden Zuhörer mit dem Protagonisten Liocas auf das Schlachtfeld am Asakon sowie zu Ghalsar Ennius in den Königspalast der valdorischen Hauptstadt Agenost. Im Rahmen der durch die Dreifachlesung nur begrenzten Zeit konnten die Zuhörer einen ersten Eindruck von der Gefahr bekommen, die den Völkern der Welt Caldris durch die Machenschaften der Anhänger des Vandra droht und wurden neugierig darauf gemacht, welche Verwicklungen auf die Figuren des Romans im Verlauf der Handlung wartet.

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